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Roulin Daphné

Sonderausstellung Bulle. Eine Stadt im Focus

22.11.2014 - 08.03.2015
Bulle. Eine Stadt im Focus


Daphné Roulin (1978)

Grangettes

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Daphné Roulin ist 1978 in Freiburg geboren. Nachdem sie sich von 2000 bis 2005 in zeitgenössischem Tanz betätigt hatte, studierte sie visuelle Kunst an der Genfer Haute-Ecole d’art et de design und erlangte dort 2013 einen Master. Ihre auf Performances und Installationen ausgerichteten Arbeiten befassen sich mit Fragen über den Objektstatus, die Archivierung von Performances und die Inszenierung. Sie nahm an verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland teil.

Mitgebrachte Objekte

Die Künstlerin lud in Bulle lebende Personen unterschiedlicher Herkunft, in einem Coup d’Pouce-Geschäft Objekte auszusuchen, die repräsentativ für die Stadt Bulle sein und in ein Museum passen sollten. Überraschenderweise sind die ausgesuchten Gegenstände hauptsächlich Stücke, die an die Landwirtschaft erinnern und ein bestimmtes Bild des ländlichen Lebens spiegeln (Souvenir-Schöpfkelle aus Holz für die Käseherstellung, emaillierter Tontopf mit Greyerzer Motiv, Plüschkuh, Kupferkessel, der sich für die Dekoration eines Carnotzet eignet, Noten eines Lieds von Abbé Bovet). Die Stadt erneuert sich, wächst, verdichtet sich und wird komplexer, bewahrt jedoch bei einem Teil der Bevölkerung das etwas nostalgische und sentimentale Bild eines Landstädtchens. Die Künstlerin setzt sich auch mit dem Auswahlprozess für Objekte auseinander, die in eine Museumssammlung gelangen: Im Allgemeinen haben diese Gegenstände schon lange zuvor ihre Funktion verloren. Sie werden von den Konservatoren bei Nachlassauflösungen, in Estrichen, auf Flohmärkten, in Antiquitätengeschäften oder bei Auktionen gefunden.