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Besson Valérie

Sonderausstellung Bulle. Eine Stadt im Focus

22.11.2014 - 08.03.2015
Bulle. Eine Stadt im Focus


Valérie Besson (1981)

Genf

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Nach der Erlangung ihres Grafikdiploms an der ENSAV in Brüssel (2005) setzte Valérie Besson ihre Ausbildung an der HEAD in Genf fort mit einem Lizentiat in Kunst/Medien und einem Diplom für Kunstunterricht (2008). Seit 2009 stellt sie ihre Zeichnungen und Scherenschnitte regelmässig in der Region Genf und bis in die Vereinigten Staaten – im Rahmen der Biennale von Wheaton, Mass. – aus. Zudem arbeitet sie an der Illustration von Büchern mit und entwirft Plattenhüllen, insbesondere für die Cajun-Rockgruppe Mama Rosin (2009). Darüber hinaus publizierte sie Illustrationen in Start (Kunstzeitschrift für Kinder) und einen Comic für das Buch Fanzine carré in den Editions Hécatombe. Neben Zeichnungen schuf sie verschiedene Installationen im Rahmen von MAC11 und Baz’art. Heute lebt sie in Genf und arbeitet an einem neuen Projekt mit dem Kollektiv Major Minuit.

Bulle und seine Geschöpfe

Seit mehreren Jahren setzt Valérie Besson die traditionelle Kunst des Scherenschnitts, die in Asien wie seit dem 19. Jahrhundert im Pays d’Enhaut dank Vorläufern wie Hauswirth oder Saugy zu finden ist, auf zeitgemässe Weise um. Mittels dieser Technik gibt sie in einer um fünf Totems aufgebauten Installation regionalen Mythologien und Märchen eine neue Deutung. Vier Tierschädel – Widder, Pferd, Hirsch und Wildschwein –, die mit verschiedenen Besatzstücken versehen sind, symbolisieren die vier Elemente, die Bulle beschützen. Im Zentrum befindet sich der Scherenschnitt eines «Feuerrinds», das auf die Episode des «Aufruhrs von Bulle» anspielt: 1944, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, wiegelten Metzger, die des Schwarzhandels angeklagt waren, einen Teil der einheimischen Bevölkerung gegen die aus Bern angereisten Bundesbeamten auf.