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Völkin Sibylle

Sonderausstellung Bulle. Eine Stadt im Focus

22.11.2014 - 08.03.2015
Bulle. Eine Stadt im Focus


Sibylle Völkin (1971)

Basel

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Nach ihrem Studienabschluss mit einem Bachelor of Arts an der Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst, Institut Kunst, im Jahr 2005 nahm Sibylle Völkin an verschiedenen Symposien zu Kunst, Gesellschaft und Politik teil, ging internationale Kooperationen ein und war im Bereich der Kunstvermittlung tätig. Seit 1998 stellt sie im In- und Ausland aus und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise für ihre Werke. Ihre Arbeiten setzen sich mit dem soziokulturellen und politischen Umfeld auseinander. Sie werfen Fragen auf und provozieren zu Stellungnahmen, ohne dem Betrachter eine bestimmte Position aufzunötigen. Ihre Schaffensweise kann als kontextuell und konzeptionell bezeichnet werden.

cultural landscape 5
 
Sibylle Völkin schafft Raumbilder, die real erscheinen mögen, wenn man sie zu rasch anschaut: scheinbar bekannte Landschaften aus der Vogelperspektive. Der Besucher wird eingeladen ohne Schuhe (oder mit blauen Schutzschuhen) den «Bodenteppich» einzeln zu begehen. Bei näherer Betrachtung erkennt man die Täuschung: Die Künstlerin hat eine neue Vision von Bulle entwickelt, indem sie bestimmte Elemente fortgelassen und andere hinzugefügt hat. Die Kirche befindet sich neben der Primarschule, das Schwimmbad ist von Wohnblöcken umgeben, die Stierplastik wurde vom Bahnhof in einen Park versetzt. Alle Strassen sind Fussgängerzonen, da sämtliche Autos eliminiert wurden. Insgesamt wurden über 400 Veränderungen vorgenommen. Auch die Dimensionen und Positionen vieler Gebäude entspricht nicht der Wirklichkeit. Eine rote Linie, die den Konturen der Gemeinde folgt, bietet zudem einen Rundweg und Aussichtspunkte auf diese imaginäre Stadt an. Die Arbeit stellt die Frage nach der Entwicklung von Bulle und der Wahl, die Bewohnern und Behörden offensteht. Sie lädt den Betrachter ein, sich mit städtebaulichen und raumplanerischen Fragen auseinanderzusetzen, ohne das Quantum Utopie und Fantasie zu vergessen, das sie selber einbringen können.